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Arbeitgeberpräsident Dulger: Ruf nach Reformen
Foto: Fabian Sommer / dpa
Mehr als 21 Millionen Rentnerinnen und Rentner in Deutschland dürfen sich ab 1. Juli über mehr Geld freuen. Die Bezüge steigen dann um 4,24 Prozent. Die Arbeitgeber jedoch fordern vor Beratungen mit den Spitzen der Koalition und der Gewerkschaften eine Kostendämpfung bei der Rente.
»Bei den Rentenerhöhungen muss dringend Tempo herausgenommen werden«,sagte Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger der Nachrichtenagentur dpa. »Es ist den Beitragszahlern nicht zu vermitteln,dass die Renten in diesem und im kommenden Jahr mit jeweils über 4 Prozent deutlich stärker steigen sollen als Löhne und Preise.«
Die Rentensteigerung zum Juli geht auf die gute Lohnentwicklung zurück,aber auch auf die erste Rentenreform der Koalition. Unter anderem wurde eine Haltelinie beim Rentenniveau verlängert.
In der Rentenformel wird deshalb der Nachhaltigkeitsfaktor ausgesetzt,der sonst die Renten dämpfen würde,sobald die Zahl der Rentnerinnen und Rentner schneller steigt als die der Beitragszahlenden. Das ist mit vielen Babyboomern im Rentenalter der Fall.
Schwarz-Rot hat mit seiner ersten Rentenreform das Rentenniveau im Verhältnis zu den Einkommen bis 2031 bei 48 Prozent fixiert. Für 2027 sind nun bereits um über 4,7 Prozent höhere Renten prognostiziert.
Am Mittwoch treffen Arbeitgeber und Gewerkschaften mit den Spitzen von Union und SPD im Koalitionsausschuss zu Beratungen über Reformen zusammen.
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Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) unterstützt diesen Vorschlag für verpflichtende Betriebsrenten,wie er in der ARD-Sendung »Arena« deutlich machte. »Auch das würde helfen«,sagte der SPD-Chef in der Sendung,in der Politikerinnen und Politiker von Bürgerinnen und Bürgern im Publikum gefragt werden.
»Wenn wir die gesetzliche stärken,das haben wir gemacht,wenn wir die betriebliche verpflichtend machen und wenn wir die private ausbauen,dann haben wir eine Chance,das Rentensystem wirklich zukunftsfähig zu machen«,sagte Klingbeil.
mmq/dpa
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